Übersicht

 

 

Leitgedanken für die pädagogische Arbeit

Ziel ist die Ausbildung von
Selbstständigkeit Kompetenz Verantwortung

 

in den Unterrichtsprofilen

MINT

Kultur, Kommunikation

und Soziales

Sport und Gesundheit

 

auf der Basis des Unesco-Weltaktionsprogramms

Bildung für nachhaltige Entwicklung*

17 Global Goals

derzeitige Schwerpunkte an der Gesamtschule Neukirchen-Vluyn:

Technik – nachhaltige Produktion

Inlusive, hochwertige Bildung

nachhaltiger Konsum

Gesundheit

Ernährung - Mensa

*“BNE befähigt Lernende, informierte Entscheidungen zu treffen und verantwortungsbewusst zum Schutz der Umwelt, für eine bestandsfähige Wirtschaft und eine gerechte Gesellschaft für aktuelle und zukünftige Generationen zu handeln und dabei die kulturelle Vielfalt der Menschen zu respektieren.Es geht um einen lebenslangen Lernprozess, der wesentlicher Bestandteil einer hochwertigen Bildung ist. BNE ist eine ganzheitliche und transformative Bildung, die Lerninhalte und-ergebnisse, Pädagogik und Lernumgebung berücksichtigt. Ihre Ziel/Zweck ist eine Transformation der Gesellschaft“.

UNESCO Roadmap zur Umsetzung des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“

 

**Leitgedanken 

  • Unsere Schule ist eine Schule für ALLE Kinder. Wir pflegen die Kultur des Behaltens, d.h. aufgenommene Kinder sind angenommene Kinder.
  • Wir legen Wert auf die persönlichen Beziehungen zwischen den Menschen an unserer Schule. Dadurch schaffen wir eine förderliche Lernatmosphäre.
  • Fachliche Kompetenzen werden in Umfang und Tempo individuell aufgebaut.

  • Mit „Kooperativem Lernen“ lernen wir miteinander und voneinander.
  • Soziale Kompetenzen werden gefördert und gelebt.
  • Wir stärken das Bewusstsein für die Wertschätzung von Mensch und Natur und für die Verantwortung in der Gesellschaft.
  • Uns liegt die Gesundheit aller an der Schule Beteiligten am Herzen.
  • Wir nehmen die Stärken der Schulen vor Ort auf, kooperieren mit diesen inhaltlich und methodisch, behalten Bewährtes und sind offen für Neues.

 

Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht die Gewissheit, dass Lernen weder durch Instruktion („Beibringen“) noch durch Emotion (Lob/Tadel) nachhaltig funktioniert, sondern durch selbst gemachte Erfahrungen, vornehmlich in der vertrauensvollen Beziehung zu anderen Menschen. Dies greifen wir auf in einer herausfordernden und aktivierenden Gestaltung des Unterrichts. Außerdem haben wir mit Klassenlehrerstunden, Teamarbeit der Lehrkräfte und dem Einsatz weniger Lehrkräfte pro Klasse Strukturen geschaffen, in denen Kinder verlässliche Beziehungen entwickeln können.

Durch den gebundenen Ganztag wird die Schule zu einem vielfältigen Lern- und Lebensraum, in dem Schülerinnen und Schüler sich anerkannt und glücklich fühlen können und in dem Leistungsbereitschaft und die Übernahme von Verantwortung -für sich selbst und andere- gefördert werden

  

 

Wie setzen wir die Leitgedanken um?

 

  •   Im Zentrum: die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer

Alle Klassen werden von einem Klassenlehrerteam begleitet. Es ist eine Doppelstunde fest im Stundenplan verankert mit folgenden Schwerpunkten:

 Wir unterstützen individuell: Im Rahmen der Klassenlehrerstunden  werden Schülerinnen und Schüler regelmäßig einzeln zu ihrem Lernfortschritt in strukturierten Gesprächen beraten (Lerncoaching).

Wir bauen stabile soziale Strukturen auf: Das Klassenlehrerteam achtet darauf, dass innerhalb der Klassenlehrerstunden die Sitzungen des Klassenrats durchgeführt werden. Hier werden nach demokratischen Regeln Probleme besprochen und Lösungen erarbeitet.

Wir nehmen uns Zeit für Beratung: Die Klassenlehrkräfte führen in der Mitte der Halbjahre mit den Schülerinnen und Schüler und ihren Eltern/ Erziehungsberechtigten Lernentwicklungsgespräche im Umfang von 20 bis 30 Minuten. Diese Gespräche münden in einer Lernzielvereinbarung für den nächsten Lernabschnitt. 

 

  •   Wichtige Partner: Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer

 Wir arbeiten im Klassen-Team: Alle Lehrkräfte, die in einer Klasse unterrichten tauschen sich regelmäßig über die Situation der Klasse aus. Eine wesentliche Ergänzung sind die Mosaikgespräche, in denen zu  jedem einzelnen Kind die Wahrnehmungen der verschiedenen Lehrkräfte mosaikartig zusammengetragen werden. Das Mosaik - ein ganzheitliches Bild des Kindes-  liefert wichtige Hinweise zum Bedarf an Unterstützung oder Herausforderung.

Wir arbeiten im Fach-Team:  Die Fachschaften bereiten die Unterrichtseinheiten inklusive der entsprechenden Kompetenzüberprüfungen im Team vor. Das entlastet die Lehrkräfte und dient gleichzeitg der Qualitätssicherung.

Wir nehmen uns Zeit für den Unterricht: Die Schultage sind in Doppelstunden organisiert. Die 90-Minuten-Einheiten  ermöglichen eine Rhythmisierung des Unterrichtsgeschehens, in dem sich verschiedene Arbeitsformen lernförderlich abwechseln.

 

  • Inklusion

Wir lernen gemeinsam: Neben Behinderungen im engeren Sinne gibt es viele andere Aspekte von Verschiedenheit,  die in Schulen anzutreffen sind und die die Bildungs- und Lebenschancen der Schülerinnen und Schüler beeinflussen: Geschlecht, soziale Herkunft, nationale Herkunft, Religion, kultureller Hintergrund. Inklusion wird von uns als ein Konzept verstanden, das durch ein professionell gestaltetes Angebot an vielfältigen Lerngelegenheiten Diskriminierung abbaut und für alle Kindern die Bildungspartizipation fördert.

 

  • Persönliche Übungszeit (PÜZ)

Wir geben den Kindern Zeit:  In den PÜZ-Stunden am Donnerstagvormittag arbeiten die Kinder an Übungsaufgaben aus den Hauptfächern. Neben den Klassenlehrern sind weitere Lehrkräfte aus den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und auch Sonderpädagogen zur Unterstützung eingesetzt.  So gibt es Zeit zum individuellen Üben und die Hausaufgaben werden (zum großen Teil) in die Schule geholt.

 

  • Modulunterricht

Im 1. Halbjahr des Jahrgangs 5:

Wir machen fit für den Schulalltag: In den Moduleinheiten (Knigge für unsere Schule, Förderung der Selbstorganisation und des Selbstvertrauens, Methodenlernen, Medienpass, Computerführerschein, Wir kümmern uns um andere, Be smart don't start) erwerben alle Kinder wichtige Kompetenzen, die die Basis für erfolgreiches Lernen und Arbeiten sind und die das soziale Miteinander fördern.

Ab dem 2. Halbjahr des Jahrgangs 5:

Wir  fördern und fordern: Entsprechend den Lernzielvereinbarungen üben Kinder zusätzlich zur PÜZ-Zeit individuell an Arbeitsmaterial aus den Hauptfächern und/oder erarbeiten Mappen/Präsentationen zu selbstgewählten Schwerpunktthemen. Je nach Arbeitsverhalten oder Leistungsvermögen des Kindes sind hier sehr unterschiedliche Wege möglich: Vom genauen, von der Lehrkraft vorgegeben Arbeitsplan bis zur in großem Maße eigenverantwortlich gestalteten Arbeit.

 

  •  Naturwissenschaft und Gesellschaftslehre als integrierte Fächer

Wir legen Wert darauf vernetzt zu denken: Fächerübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten ist für die moderne Gesellschaft unerlässlich. Daher werden im Naturwissenschaftsunterricht (NW) in den Jahrgangsstufen 5 und 6 die Fachinhalte aus Biologie, Chemie und Physik an fachübergreifenden Themen erforscht.

Das gleiche gilt für die Fächer Geschichte, Erdkunde, Politik. Sie finden sich in GL (Gesellschaftslehre) wieder (siehe auch Informationen zu den schulinternen Lehrplänen).

 

  • Arbeitslehre-Technik und Arbeitslehre-Hauswirtschaft im Jahrgang 5

Wir bereiten auf das Alltagleben vor: In den Bereichen Technik und Hauswirtschaft (jeweils ein Halbjahr in halber Klassenstärke) erwerben alle Kinder des Jahrgangs 5 mit großer Freude wichtige praktische und theoretische Grundlagen für die Bewältigung des Alltags.

 

  • Wahlpflichtbereich ab Jahrgang 6

Wir lassen die Wahl: Im Wahlpflichtbereich wählen die Kinder nach ihrer Neigung ein viertes Hauptfach aus den Fächern

Französisch, Naturwissenschaften, Darstellen und Gestalten, Technik, Hauswirtschaft

Vor der endgültigen Festlegung am Ende des Jahrgangs 6 lernen die Schülerinnen und Schüler alle Fächer in abgeschlossenen Modulen von etwa 6 bis 8 Wochen kennen. Die Neigungsdifferenzierung ermöglicht es den KIndern, persönliche Interessen in die Schullaufbahn einzubauen.

 

 Ergänzungsunterricht ab Jahrgang 7

Im Jahrgang 7 wählen die Schülerinnen und Schüler aus einem vielfältigen Angebot, passend zu den Unterrichtsprofilen (s.o.) je einen zweistündigen Kurs.Beipiele aus dem aktuellen Schuljahr:

Jugend experimentiert, Lego-Roboter, Kriminalistik, Spielemanufaktur

Radio, Doku-Film, Schülerzeitung, Fair Trade, Gerechtigkeitsliga, Schule ohne Rassismus, Musik - Chor

Im Schuljahr 2018/19 wird es als zusätzliches Angebot geben:

Spanisch, Schulsanitäter, Streitschlichter, Sporthelfer
 

  • Der Ganztag

Wir gestalten den Ganztag: Das gemeinsame Mahlzeit in unserer Mensa ist für viele Kinder ein attraktives und gesundes Angebot. Bastelarbeiten, Gesellschaftsspiele, Leseecken, Sport drinnen und draußen, all das steht in den Pausen bereit. Am Mittwochnachmittag können die Kinder aus einem bunten Angebot an Arbeitsgemeinschaften wählen: verschiedene Sportangebote, Kunst in Bewegung, Kreativ-Werkstatt, Werken mit Holz, Theater, Tanzen, Outdoor and Survival ....

Zudem werden die Kinder im Rahmen der Ganztagsorganisation über vielfältige Dienste angeleitet Verantwortung zu übernehmen

Wir öffnen die Schule: In kürzester Zeit ist es mit Hilfe des engagierten Fördervereins gelungen, zahlreiche außerschulische Hilfskräfte aus vielen verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen in die Schule einzubinden. Das üppige und vielfältige Programm im Ganztag ließe sich ohne diese nicht realisieren. Zudem entwickelt sich die Schule zu einem offenen Lebensraum, in dem nicht nur Lehrer und Schüler arbeiten, sondern den viele verschiedene Menschen durch ihre Erfahrungen bereichern.