Vor allem  findet sich überall  viel Verpackungsmüll von Fast-Foodessen. Wer lässt das da liegen? Tatsächlich konnte ich in der Woche der Aktion eine Gruppe Jungs beobachten, die vor ihren Karren in ihrem eigenen Abfall standen, laut grölten und lachten und abwechselnd noch gegen den Müll kickten. Einer machte es vor, alle anderen machten es nach. Ich wollte sie ansprechen, doch kurz bevor ich bei ihnen war,  stiegen die „coolen“ Jungs fix in ihre Autos ein und waren fort. Sehr schade. So gabelte ich deren Müll auf, lief ca.80 m bis zur nächsten Mülltonne und wischte mir Senf und Ketchup von den Fingern. Das war mein persönlicher Auftakt zur Müllsammelaktion unserer Gesamtschule am folgenden Tag. Ausgestattet mit gesponserten Müllsäcken und Handschuhen für alle galt es, verschiedene mehr oder weniger vermüllte Gebiete in der Nähe unseres Schulzentrums zu durchforsten und reinigen.

Und auch das eigene Schulgelände wurde noch gründlicher als sonst gesäubert. Dazu wurde auch ein kleiner Wettbewerb veranstaltet: „Welche Klasse steckt in 15 Minuten die meisten einzelnen Müllteile in den Sack?“ So gewann mit über 600 Einzelteilen die Klasse 5a eine Topfpflanze bzw. -palme (siehe Siegerfoto) und alle Parallelklassen bekamen Sonnenblumensamen, die sie irgendwo auf dem Schulgelände anpflanzen können (noch nicht offiziell erlaubt ;-)

Die Klasse 6b (siehe Foto-Serie anbei) ging Richtung Vluyn und hatte schon auf dem Schulweg vielerlei vom Randstreifen und aus den benachbarten Gebüschen zu entfernen. So fand sich z.B. auch die Mensakarte eines Gesamtschülers und eine noch blühende Rose, die direkt Frau Pickers geschenkt wurde.

Im Zielgebiet entlang des Plankendickskendel fanden sich dann leider viele kleine unpassende „Fische“, so z.B. eine Unterhose. Aber auch "dicke Fische" wie ein Autoreifen und ein benzinbetriebener Laubbläser wurden von Til  aus dem Bach herausgefischt. Ein dickes Danke für den Einsatz, den Til mit nassen Schuhen und Socken bezahlte.

Wenn möglichst viele aus unserer Schule nun ein besseres Auge für diese krassen Mengen an Müll haben und verstanden haben, warum man selbst KEINEN Abfall einfach so wegwerfen sollte, dann hat sich die Aktion nachhaltig gelohnt.

Viel zu viele von Euch sind bzw. waren (änderte sich ja jetzt ;-) zu faul oder „cool“ um ihre Verpackung ein paar Meter entfernt in den nächsten Mülleimer zu werfen oder erst einmal in der Tasche zu parken. Das verstehen diejenigen, die ein Herz für unsere schöne Welt haben überhaupt nicht und wir fragen uns zurecht: “Was soll der Müll?“