Gedanken von Sinan Lafci, Klassenlehrer der Klasse 5d

Wir Menschen haben auf unserer Erde ein sehr großes Müllproblem, worunter alle Lebewesen zu leiden haben.

Ein großer Teil unseres (vor allem Plastik-)Mülls landet in Flüssen und damit dann meist im Meer. Durch einen Strudel hat sich mittlerweile eine „Müllinsel“ in etwa von der Größe Frankreichs gebildet, sichtbar oberhalb der Wasseroberfläche. Direkt darunter und daneben erstreckt sich die Müllinsel in der Größe von Australien. Durch die Zersetzung des Plastiks gibt mittlerweile sogar mehr Mikro-Plastikteilchen als Plankton im Meerwasser. So haben auch die meisten Fische Plastik im Körper, wenn man sie aufschneidet und untersucht. Lecker!

Plastik ist unsere Erfindung und stellt für unser Ökosystem ein neues menschengemachtes Problem dar. Es wird leider lange dauern und mühsam sein, den Müll wieder einzusammeln und währendessen hört die massenhafte Produktion von neuem Müll nicht auf.  Das könnte sie aber, denn es gibt schon viele praktikable Möglichkeiten der Müllvermeidung und WIR können, nein MÜSSEN, dabei mitmachen!!!

So skrupel- und achtlos wie wir Menschen mit dem so wichtigen, schönen und faszinierendem Meer umgehen, so gehen viel zu viele auch in unserem kleinen Neukirchen-Vluyn mit unserer Umwelt  um. Das konnten wir leider mal wieder eindeutig bei der Müllsammelaktion sehen, die die Stadt Neukirchen-Vluyn gemeinsam mit dem Energieversorger ENNI Mitte März veranstaltete.

  • + Spaß dabei
  • DICKSTER FISCH
  • Handschuh sei Dank (2)
  • Müll blüht
  • Müll sucht!
  • Reife(n)prüfung
  • Siegerfoto 5a
  • falscher Stoff
  • kreatives Filtern
  • nur ca
  • voller (R)Einsatz
  • zurecht stolz

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Vor allem  findet sich überall  viel Verpackungsmüll von Fast-Foodessen. Wer lässt das da liegen? Tatsächlich konnte ich in der Woche der Aktion eine Gruppe Jungs beobachten, die vor ihren Karren in ihrem eigenen Abfall standen, laut grölten und lachten und abwechselnd noch gegen den Müll kickten. Einer machte es vor, alle anderen machten es nach. Ich wollte sie ansprechen, doch kurz bevor ich bei ihnen war,  stiegen die „coolen“ Jungs fix in ihre Autos ein und waren fort. Sehr schade. So gabelte ich deren Müll auf, lief ca.80 m bis zur nächsten Mülltonne und wischte mir Senf und Ketchup von den Fingern. Das war mein persönlicher Auftakt zur Müllsammelaktion unserer Gesamtschule am folgenden Tag. Ausgestattet mit gesponserten Müllsäcken und Handschuhen für alle galt es, verschiedene mehr oder weniger vermüllte Gebiete in der Nähe unseres Schulzentrums zu durchforsten und reinigen.

Und auch das eigene Schulgelände wurde noch gründlicher als sonst gesäubert. Dazu wurde auch ein kleiner Wettbewerb veranstaltet: „Welche Klasse steckt in 15 Minuten die meisten einzelnen Müllteile in den Sack?“ So gewann mit über 600 Einzelteilen die Klasse 5a eine Topfpflanze bzw. -palme (siehe Siegerfoto) und alle Parallelklassen bekamen Sonnenblumensamen, die sie irgendwo auf dem Schulgelände anpflanzen können (noch nicht offiziell erlaubt ;-)

Die Klasse 6b (siehe Foto-Serie anbei) ging Richtung Vluyn und hatte schon auf dem Schulweg vielerlei vom Randstreifen und aus den benachbarten Gebüschen zu entfernen. So fand sich z.B. auch die Mensakarte eines Gesamtschülers und eine noch blühende Rose, die direkt Frau Pickers geschenkt wurde.

Im Zielgebiet entlang des Plankendickskendel fanden sich dann leider viele kleine unpassende „Fische“, so z.B. eine Unterhose. Aber auch "dicke Fische" wie ein Autoreifen und ein benzinbetriebener Laubbläser wurden von Til  aus dem Bach herausgefischt. Ein dickes Danke für den Einsatz, den Til mit nassen Schuhen und Socken bezahlte.

Wenn möglichst viele aus unserer Schule nun ein besseres Auge für diese krassen Mengen an Müll haben und verstanden haben, warum man selbst KEINEN Abfall einfach so wegwerfen sollte, dann hat sich die Aktion nachhaltig gelohnt.

Viel zu viele von Euch sind bzw. waren (änderte sich ja jetzt ;-) zu faul oder „cool“ um ihre Verpackung ein paar Meter entfernt in den nächsten Mülleimer zu werfen oder erst einmal in der Tasche zu parken. Das verstehen diejenigen, die ein Herz für unsere schöne Welt haben überhaupt nicht und wir fragen uns zurecht: “Was soll der Müll?“